Hauptseite Links zu Papageien & Naturschutzshops Käfig & Volierenausstattung Ergänzungsfutter Vitamine & Mineralien Grünzeug & Kräuter Gemüse Diese Seite
Die folgenden Bilder sind zum Teil im Internet zusammengetragen zum Teil aus
Büchern die sich mit Papageienernährung beschäftigen.

Die Texte sind zum größten Teil Auszüge aus folgendem Buch:
Würth, V.: Obst, Gemüse und exotische Früchte für Papageien
Zu einer ausgewogenen Ernährung der Papageien und Sittiche gehört das tägliche Angebot von Obst und Gemüse. In dieser Monografie werden rund 80 verschiedene Obst- und Gemüsesorten mit detaillierten Angaben zur Herkunft, Lagerung, Inhaltsstoffen, Verfügbarkeit, Verwendung und Fütterungshinweisen vorgestellt. Tabellen und Vogelsymbole erleichtern das Erfassen von Informationen.
Der Autor Volker Würth ist ein Experte in der Haltung von Sittichen und Papageien sowie Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift PAPAGEIEN.
128 S., (21 cm x 26 cm), über 100 farbige Fotos
Dieses und weitere für Papageien- und Sittichhalter wertvolle, informative Bücher können Sie beim Arndt-Verlag
unter www.arndt-verlag.de sowie www.vogelbuch.com bestellen.
Wer ausführlichere und umfassendere Informationen über die einzelnen Obst und Gemüsearten möchte sollte sich dieses Buch unbedingt zulegen.

Den größten Teil der Obst und Gemüsesorten habe ich bei meinen Papageien selbst ausprobiert oder gebe sie noch heute. Trotzdem kann ich natürlich keine Garantie übernehmen. Sämtliche Haftungsansprüche sind daher ausgeschlossen!

Zu einer ausgewogenen Papageien-Diät gehören Obst und Gemüse . Sie müssen täglich auf dem Speiseplan stehen, da sie als Spender wichtiger Vitalstoffe und Mineralien dienen, deren Zufuhr durch ausschließliche Körnerfütterung nicht gewährleistet ist. Die hier aufgeführten Sorten können, unter Beachtung der Anmerkungen problemlos verfüttert werden.

  • Anmerkungen:
  • Gespritztes Obst immer schälen. Besser auf ungespritzte Angebote aus pestizidfreiem Anbau zurückgreifen.
  • Kernobst vor dem Verfüttern entsteinen.
  • Kein angefaultes oder schimmeliges Obst und Gemüse verwenden. Auch nach entfernen der betroffenen Stellen können Reste zurückbleiben. Futterstoffe sollten sich generell in einem Zustand befinden, in dem wir Menschen sie verzehren würden.
  • Obst und Gemüse verderben während der warmen Jahreszeit besonders schnell. Bedenklich wird es nach ca. 3 Stunden. Dann sollten die Futterreste entfernt werden.
  • Bei Nachtschattengewächsen (z.B. Tomaten ) die grünen Pflanzenteile entfernen.
  • Trockenobst (z.B Rosinen, Aprikosen) darf nicht geschwefelt sein.
  • Avocados dürfen nicht verfüttert werden, da sie für Papageien sehr giftig sind.

Obst



Ananas


Babyananas ©Cornerstone/PIXELIO

Aprikose
Die Ananas (Ananas comosus) gehört zu den Bromeliengewächsen (Bromeliaceae). Ursprünglich in den tropischen Ländern Südamerikas beheimatet, wird die Ananas seit uralten Zeiten in Südamerika und auf den Westindischen Inseln kultiviert. Mit Kolumbus gelangte die Frucht 1493 nach Europa, doch alle Versuche, sie hier anzubauen, blieben weitgehend erfolglos. Später gelangte die Ananas auch nach Australien, auf die Pazifikinseln und in mehrere Länder Afrikas und Asiens, wobei Thailand und die Philippinen die Hauptproduzenten sind. Eine reife Ananas ist nur etwa vier bis fünf Tage haltbar; deshalb werden die Früchte bei uns meist halbreif angeboten. Zum Nachreifen bewahrt man sie auf einer weichen Unterlage in einem mäßig warmen Raum auf. Erst im Vollreifen Zustand entfalten die Früchte ihre optimale Süße; sie geben dann auf leichten Druck nach und sind von eher dunkler Farbe. Die tropische Frucht enthält sämtliche Vitamine, insbesondere Biotin, B}£, C und E, sowie 16 Mineralstoffe, wobei hier Kalium, Magnesium, Kalzium und Phosphor an erster Stelle zu nennen sind. Sie ist bei uns ganzjährig erhältlich. Da die Schale der Ananas nicht essbar ist, sollte die Frucht vor dem Verfüttern auf jeden Fall geschält werden. Dazu schneidet man Schöpf und Stielansatz ab, viertelt sie senkrecht, schneidet den holzigen Strunk heraus und schält die Fruchtviertel. Auch die daraufhin verbliebenen „Augen" werden herausgeschnitten. Sodann kann die Frucht entweder in ganzen Vierteln oder zu kleinen Stückchen aufgeschnitten den Vögeln angeboten werden. Leider entsteht beim Schälen etwa 40 bis 50 % Abfall.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Um die langen Transportwege besser zu überstehen, werden die empfindlichen Aprikosen oftmals unreif geerntet. Solche Früchte schmecken häufig mehlig und werden von den Papageien meist abgelehnt. Man sollte also in jedem Falle „vorkosten", bevor die Sommerfrüchte an die Vögel verfüttert werden. Saftig-süße und aromatische Aprikosen werden von nahezu allen Papageien gerne gefressen. Der Stein enthält viel Blausäure und muss deshalb auf jeden Fall entfernt werden. Halbierte Früchte werden auf einem Ast aufgespießt oder zu Obstsalat verarbeitet. Da die Aprikose eine ausgesprochene Saisonfrucht ist, stellt sie in den Sommermonaten eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan der Psittaziden dar.
Text+Bild: Arndt-Verlag
     
Brombeeren
Apfel

Birnen
Wegen ihrer leichten Verderblichkeit muss unbedingt darauf geachtet werden, dass den Papageien nur makellose Früchte angeboten werden. Frische Brombeeren erkennt man daran, dass sie glatt, glänzend und fest sind. Am besten verfüttert man selbst angebaute Beeren. Haben die gekauften (und notgedrungenermaßen gewaschenen) Früchte Wasser aufgenommen, werden sie nicht mehr so gerne gefressen. Brombeeren müssen im Ganzen angeboten werden, aufgeschnitten werden sie schnell matschig und verderben. Zahmen Papageien können die Früchte aus der Hand gegeben werden; auf Grund ihrer leicht herb-süßen Note werden sie meist gerne angenommen. Manche Papageien verschmähen die kleine Frucht allerdings - vielleicht wegen ihrer dunklen Färbung. Es ist zu bedenken, dass bei der Verfütterung von Brombeeren viel Schmutz entstehen kann; hinuntergeworfene oder liegen gelassene Früchte sind noch am selben Tag zu entfernen.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Der Apfel enthält keine unverzehrbaren Teile -deshalb kann er unseren Papageien in allen möglichen Formen gereicht werden: sei es „schnabelgerecht" in kleine Stücke geschnitten in einer Schale, wahlweise auch vermischt mit dem Körneroder anderem Futter, im Ganzen auf einen Nagel oder ähnliches „aufgespießt" oder mit Hilfe eines Stückes Draht aufgehängt. Die meisten Vögel lieben es, aus den ganzen Äpfeln Stück für Stück das saftige Fruchtfleisch herauszubeißen. Nicht bewährt hat sich das Darreichen geviertelter Äpfel. Selbst kleinere Papageienarten versuchen, solche Apfelviertel „wegzuschleppen"; meist werden diese aber irgendwann zu schwer oder zu unhandlich und fallen schließlich zu Boden, wo sie in der Regel liegen bleiben. Da zumindest gekaufte Äpfel meist gespritzt sind, sollten sie vor der Verfütterung gut gewaschen werden.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Wie bereits erwähnt, schmecken Birnen besonderes süß. Deshalb werden sie von den meisten Papageien- und Sitticharten mit Begeisterung aufgenommen. Einige Sorten werden mit zunehmendem Reifegrad recht matschig. Man sollte diese deshalb zu einem Zeitpunkt verfüttern, zu dem sie sich noch fest anfühlen; sie werden sonst in aller Regel schlecht oder gar nicht gefressen. Da die Früchte meistens gespritzt werden, tut man gut daran, sie sorgfältig abzu-waschen. Halbiert auf einem Ast aufgespießt, werden sie gerne genommen. Weil das Fruchtfleisch recht weich und saftig ist, kann es auch gut zur „Aufwertung" des Loribreis dienen. Oft werden Birnen klein geschnitten im „gemischten Obstsalat" den Vögeln angeboten.
Text+Bild: Arndt-Verlag
     

Bananen

Babybanane ©Christine Schmidt/PIXELIO
Bild folgt  

Palmfrüchte
Der konventionelle, fast ausschließlich in Monokultur betriebene Bananenanbau ist in der Regel sehr chemieintensiv, weshalb die süßen Früchte unseren Gefiederten nur in Maßen angeboten werden sollten, es sei denn, man leistet sich den Luxus des Einkaufs im Naturkostladen. (Kritisch betrachtet, hat der kommerzielle Bananenanbau den Lebensraum vieler neotropischer Papageienarten zerstört oder zumindest stark beeinträchtigt!) Die Frucht wird im nicht zu überreifen Zustand gerne von den Psittaziden verzehrt. Am besten halbiert man die Bananen längs und schneidet sie dann in dünne Scheiben, die anschließend mit anderen kleingeschnittenen Früchten vermischt werden. Aufgrund ihres weichen Fruchtfleisches eignen sich reife Bananen auch hervorragend als Zusatz zum Loribrei.
Text+Bild: Arndt-Verlag
In jüngerer Zeit werden von gut sortierten Fachhändlern gelegentlich Palmfrüchte angeboten (KÖNNE 2000a), die für die Ernährung der Hyazintharas (Anodorhynchus hyacinthinus) und LearAras (Anodorhynchus leari) von Bedeutung sind (PITTMAN 1994). Dies sind z. B. die Früchte der Acuri-Palme (Attalea phalerata) oder der Bocaiuva-Palme (Acromia aculeata). Ist man im Besitz der schönen Aras und bekommt Gelegenheit, solche Früchte in gutem Zustand zu erhalten, sollte man nicht zögern.
Text: Arndt-Verlag
     

Feigen

Clementinen
Bild folgt   

Cranberry
Halbierte frische violette Feigen aus der Türkei werden von vielen Papageien als willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan angenommen. Die las Frischobst angebotenen Feigen entwickeln sich meist ohne Bestäubung, sie enthalten dann keine Samen. Sie sind als Ganzes essbar und müssen nicht geschält oder „ausgelöffelt" angeboten werden. Am besten werden sie noch am Tag des Kaufs verfüttert; sie haben dann in der Regel den idealen Reifegrad und entfalten beim Aufschneiden ein herrliches Aroma, dem vor allem Loris nicht lange widerstehen können. Getrocknete Früchte sind Feigen des Smyrna-Typs, die sich nur nach der Bestäubung entwickeln und Samen enthalten. Sie werden am besten klein geschnitten oder, nachdem sie zehn bis zwölf Stunden in Wasser eingeweicht wurden, halbiert angeboten. Sie finden nach meinen Erfahrungen insbesondere bei südamerikanischen Sittichen der Gattung Brotogeris reißenden Absatz und werden offenbar von Samen fressenden Papageien den frischen Feigen vorgezogen.
Text+Bild: Arndt-Verlag

Die geschälten und von der weißen Haut weitgehend befreiten Früchte lassen sich leicht in die einzelnen Fruchtfächer zerlegen. Diese zerschneidet man in kleine Stücke; so werden sie besser von den Papageien angenommen. Clementinen sind nicht „jedervogels" Geschmackssache; Arten, die gerne süß-saftige Früchte zu sich nehmen (z. B. neotropische Papageien), fressen sie allerdings in der Regel gerne. Auch bei Graupapageien sind sie beliebt. Meist wird das Fruchtfleisch aus der dünnen Hülle der Fruchtfächer „herausgelutscht" und diese dann fallengelassen. Im Papageien-Obstsalat stellen sie in den Wintermonaten eine wertvolle Bereicherung dar. Der ausgepresste Saft findet beim Loribrei Verwendung.
Text+Bild: Arndt-Verlag

Wer zum ersten Mal Cranberries sieht, mag sich fragen, wie es Preiselbeeren geschafft haben, so gross zu werden. Doch es handelt sich nur um eine Verwandte der Preiselbeere, nicht um die gleiche Pflanze. Wie so vieles in Amerika zeichnet sich die Cranberry durch eine besondere Grösse aus im Vergleich zu ihren europäischen Schwestern, der Heidelbeere und der Preiselbeere, der sie ansonsten fast aufs Haar gleicht. Schon die amerikanischen Ureinwohner wussten, wie förderlich für die Gesundheit die Cranberries sind. Roh schmecken die Cranberries zwar sehr gewöhnungsbedürftig, wenn man den sauren Geschmack wohlwollend bezeichnet.
     

Datteln

Drachenfrucht (Pitahaya)
©Dieter Kaiser/PIXELIO

Erdbeeren
Frische Datteln werden von unseren Papageien in der Regel nicht gern angenommen, Trockenfrüchte hingegen stellen einen besonderen Leckerbissen dar. Besonders bei Kakadus wurde bisweilen eine Vorliebe für Datteln beobachtet. Größeren Papageienarten reicht man einfach die ganzen, etwa fingerdicken und bis zu 10 cm langen Früchte. Die Vögel halten die Frucht mit dem Fuß fest und fressen sie bei Gefallen bis auf den Kern ab. Für kleine Papageien- und Sitticharten sollten die Datteln halbiert, entkernt und klein geschnitten werden. Ganze Früchte werden von ihnen meist hinuntergeworfen, da sie zu „unhandlich" sind.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Drachenfrüchte bestehen zu etwa 90 % aus Wasser und enthalten viel Eisen, Calcium und Phosphor. Der Nährwert liegt bei 210 kJ/100 g. Sie enthalten die Vitamine B, C und E. Das Fruchtfleisch enthält viele kleine, schwarze Kerne, ähnlich einer Kiwi. Es schmeckt mild-säuerlich und leicht aromatisch. Wahrscheinlich bedingt durch die mühevolle Ernte - oder aber den Genuss beim eigenen Verzehr - werden Erdbeeren selten den Papageien angeboten. Es lohnt sich aber, die süßen Früchte während der Sommermonate auf den Speiseplan der Psittaziden zu setzen. Es gibt kaum eine Papageien-, Sittich- oder Loriart, von der die rote Frucht nicht mit Begeisterung angenommen wird. Dies hängt sicherlich nicht nur mit dem Geschmack, sondern auch - wie an anderer Stelle bereits erwähnt und von verschiedenen Züchtern bestätigt - mit der Vorliebe mancher Papageien für die Farbe Rot zusammen. Nach meinen Erfahrungen sind besonders Plattschweifsittiche (Platycercus) leicht von der heimischen Frucht zu begeistern. Dem „Obstsalat" verleiht die Zugabe einiger Erdbeeren ein besonders fruchtig-frisches Aroma.
Text+Bild: Arndt-Verlag
     

Weintrauben

Mangostane

Granatapfel
Wegen eventuell anhaftender Spritzmittelrückstände müssen die Trauben gründlich heiß gewaschen werden, bevor man sie den Papageien zum Verzehr anbietet. Helle Sorten, deren Schale leicht gelb getönt ist, sind besonders süß und werden bevorzugt gefressen, blaue Trauben sind nicht so begehrt. Im Idealfall wählt man außerdem Trauben mit Kernen, die von den Vögeln gerne herausgepickt werden. Die Beeren sollten in zwei Hälften geschnitten sein, dann werden sie von den Papageien am liebsten aufgenommen -nicht zuletzt deshalb, weil sie diese mit ihren Schnäbeln besser festhalten können. Liebhaber von süßen und saftigen Früchten, z.B. Amazonen (Amazona spp.) oder neotropische Sittiche (Aratinga spp., Brotogeris spp., Pyrrhura spp.), sind besonders leicht von der Frucht zu begeistern. Auch getrocknete Weintrauben, die Rosinen, werden von vielen Papageien sehr gerne angenommen.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Die aus der Inselwelt des Malaiischen Archipels stammende Mangostane (Garcinia mcmgostcma) ist bei uns leider nur sehr selten in überdurchschnittlich gut sortierten Obst- und Gemüsehandlungen zu finden. Sie zählt zu den köstlichsten Obstfrüchten der Erde. Das geringe Angebot ist sicher darauf zurückzuführen, dass es sich um eine äußerst heikle Frucht handelt, die erst kurz vor der Vollreife geerntet wird und gekühlt nur kurze Zeit gelagert werden kann. Mangostanen verderben schnell; ihr Fruchtfleisch wird braun, wässrig und ungenießbar. Kleine Mengen kommen aus Thailand, Malaysia und Indonesien nach Europa. Der Preis ist recht hoch, besonders gemessen an der Tatsache, dass der Fruchtfleischanteil jeder einzelnen Frucht nur etwa 30 Prozent beträgt. Der erlesene, süß-zartsäuerliche und erfrischende Geschmack des schneeweißen, weichen Fruchtfleisches findet besonders unter neotropischen Sittichen und Loris begeisterte Anhänger. Die Mangostane verfügt über nennenswerte Mengen an Kalzium, Phosphor, Eisen und Vitamin C.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Die Frucht wird von einer dicken, nicht essbaren lederartigen Schale umschlossen. Das Fruchtinnere wird durch häutige Wände in sechs Fruchtkammern unterteilt, die jeweils zahlreiche Samen enthalten. Die Samen besitzen fleischig-geleeartige, rötliche, süßlich oder säuerlich schmeckende Samenschalen, welche den essbaren Teil der Frucht darstellen. Diese Samenschalen werden mitsamt den Samen herausgelöffelt und können - mit anderem Obst vermischt - den Vögeln angeboten werden. Es ist aber auch möglich, halbierte Früchte den Tieren zu reichen, die dann Samenmantel und Samen herausfressen. Granatapfelsaft, mit einer Zitronenpresse frisch ausgepresst und eventuell mit etwas Traubenzucker angereichert, stellt nicht nur für Loris, sondern auch für andere früchteliebende Papageien (z. B. die meisten neotropischen Arten) eine willkommene Abwechslung im Speiseplan dar. Persönliche Erfahrungen verschiedener Halter und Züchter weisen besonders Papageien der Gattungen Probosciger, Ära, Amazona und Brotogeris als „Granatapfel-Fetischisten" aus.
Den verschiedenen Teilen des Granatapfelbaums werden umfangreiche Heilkräfte zugeschrieben, die sicherlich in der alternativen Vogelheilkunde Anwendung finden könnten. Der Wurzelsaft beispielsweise soll Augenentzündungen heilen.
Text+Bild: Arndt-Verlag
     

 Holunder
 
Heidelbeeren

Himbeeren ©BirgitH/PIXELIO
Besonders die getrockneten Beeren des Schwarzen Holunders werden vor allem von australischen Großsittichen geschätzt; sie sind in verschiedenen Fertigfuttermischungen enthalten. Aber auch frische Beeren finden ihre Liebhaber, z. B. unter den Graupapageien (Psittacus erithacus). Auch die Blütenstände können verfüttert werden. Andere Holunderarten sind entweder nicht genießbar (z. B. der Zwergholunder [Sambucus ebulus}) oder sind teilweise giftig wie etwa die Steinkerne des Roten Holunders (Sambucus racemosa) und sollten daher nicht angeboten werden.
Text+Bild: Arndt-Verlag
In freier Natur gesammelte Heidelbeeren sollten vor der Verfütterung kurz, aber gründlich gewaschen werden. Da die importierten, großfrüchti-gen Beeren aus den USA meist nicht so süß und aromatisch sind wie die heimischen, kleinfrüchti-gen, kann man hier im Angebot je nach Vorlieben der gehaltenen Vogelarten variieren. Blaubeeren werden in aller Regel von den meisten Papageien bereits beim ersten Mal dankbar angenommen. Eine besondere Vorliebe für diese Früchte ließ sich bei Edelpapageien (Edectus roratus) feststellen. In manchen „Fruchtmix"-Futtermischungen sind getrocknete Heidelbeeren enthalten, die von den Psittaziden allerdings meist nicht mit der gleichen Begeisterung angenommen werden wie frische Früchte.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Da sich Himbeeren schnell mit Wasser vollsaugen und dann an Aroma stark verlieren, sollten sie vor dem Verfüttern möglichst nicht gewaschen werden. Deswegen ist der Anbau im eigenen Garten besonders zu empfehlen; bei Einkäufen sind Herkunft und vorherige Behandlung immer ungewiss. Eingefrorene Beeren sind nach dem Auftauen meist recht matschig und werden dann nicht mehr von den Papageien angenommen. Frische, direkt vom Strauch gepflückte und sogleich angebotene Beeren stellen hingegen für nahezu alle Papageien eine besondere Delikatesse in den Sommermonaten dar. Da wild wachsende Himbeeren meist aromatischer sind als kultivierte Sorten, sollte die Gelegenheit des Sammeins „in freier Natur" wann immer möglich genutzt werden. Dunkel-früchtige Sorten (dunkelrot bis schwarz) werden von den Papageien den helleren bevorzugt.
Text: Arndt-Verlag
     
   
Kaki/Sharon
 
Kaktusfeige

Johannisbeere Alle Farben
Da das Fruchtfleisch der Kaki im Vollreifen Zustand sehr weich ist, ist sie - nicht zuletzt auch wegen ihres sehr aromatisch-süßlichen Geschmackes - für die Verwendung bei der Lorifüt-terung geradezu prädestiniert. Die geschälten Früchte (die Schale ist meist ungenießbar) können im Loribrei mit verarbeitet werden oder aber halbiert aufgeschnitten gereicht werden. Auf Grund ihrer rötlichen Färbung wird die Kaki auch bei der ersten Fütterung meist sofort angenommen, da viele Papageien eine Vorliebe für rote Früchte zeigen.
Die Sharonfrucht, eine israelische Neuzüchtung der Kaki, enthält keine Gerbstoffe mehr im Fruchtfleisch, außerdem ist dieses etwas fester als bei den anderen Sorten und hat einen noch süßeren Geschmack. Deshalb ist sie sicherlich besser für den „Fütterungseinsatz" bei unseren Papageienvögeln geeignet.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Obwohl die Früchte des Feigenkaktus meist weit gehend „stachelfrei" in den Handel kommen, ist bei ihrer Verarbeitung dennoch Vorsicht geboten. Es ist kein Vergnügen, wenn die feinen Stacheln, die sich oft noch an der Spitze der ovalen Frucht befinden, in die Haut eindringen. Halbierte Früchte können an Asten aufgespießt den Papageien angeboten werden oder das Fruchtfleisch wird herausgelöffelt und im Obstsalat verarbeitet. Es ähnelt in seiner Konsistenz dem der Wassermelone und schmeckt erfrischend und fein säuerlich. Deshalb ist es wohl nicht „jedes Vogels Sache". Bei der Verfütterung an verschiedene Arten der Gattung Aratinga habe ich gute Erfolge erzielt. Das natürliche Habitat einiger Keilschwanzsitticharten liegt im (ursprünglichen) Verbreitungsgebiet des Feigenkaktus. Obwohl bislang nichts darüber bekannt wurde, ist nicht auszuschließen, dass die Kaktusfeige im Freiland zum Nahrungsrepertoire mancher Keilschwanzsittiche gehört. Vielleicht ist daraus ihre Vorliebe für diese Frucht zu erklären. Da die Kaktusfrüchte abführende Wirkung haben, sollten sie nur in Maßen angeboten werden.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Die Johannisbeere - besonders die Schwarze Johannisbeere - ist vom gesundheitlichen Standpunkt her die wertvollste Beerenobstart überhaupt. Deshalb sollte sie in den Sommermonaten unbedingt auf dem Speiseplan unserer Papageien und Sittiche stehen. Da matschiges Obst in aller Regel sehr ungern angenommen wird, werden Johannisbeeren am besten ganz frisch - z. B. direkt vom Strauch im eigenen Garten gepflückt - angeboten. Rote Johannisbeeren werden ihres milderen Geschmacks und ihrer leuchtenden Farbe wegen lieber gefressen als Schwarze Johannisbeeren. Wo Weiße Johannisbeeren zur Verfügung stehen, können auch diese angeboten werden; sie sind besonders fein im Aroma. Auf Grund ihres hohen Säuregehalts schmeckt die Johannisbeere mitunter recht säuerlich; ihre Akzeptanz bei den Papageien ist daher individuell sehr unterschiedlich. Sie findet dennoch unter fast allen Papageiengattungen ihre Liebhaber.
Text+Bild: Arndt-Verlag
     
 
Kirschen
 
Kiwano
 
Kiwi
Kirschen sind ausgesprochene Leckerbissen für alle Papageien, kaum ein Vogel, der sie nicht mit Begeisterung annimmt. Dabei wird den Süßkirschen natürlich Vorrang gegeben. Allerdings werden auch Sauerkirschen keineswegs verachtet. Dunkelfrüchtige Sorten sind oft besonders aromatisch und süß, sie werden daher mit Vorliebe gefressen. Vor dem Verfüttern sollten die Kirschen gut gewaschen und die Steine zumindest der Sauerkirschen entfernt werden (sie sind leicht blausäurehaltig). Besonders gekaufte Ware muss gut auf Schimmelbildung untersucht werden. Beim Verfüttern von Kirschen ist zu bedenken, dass die Umgebung des Futterplatzes oft erheblich verschmutzt wird. „Kirschenliebhaber" finden sich besonders unter den Loris und unter den Plattschweifsittichen (Platycercus spp.).
Text+Bild: Arndt-Verlag
Da der Geschmack der Kiwano an Melone und Gurke erinnert, aber auch ein leichtes Bananenaroma hat, kann man - nicht zuletzt wegen der unzähligen eiförmigen, flachen Samen - nahezu alle Papageienarten davon begeistern. Das gelbe Fruchtfleisch und die zahlreichen Samen mitsamt ihren giftgrünen Samenmänteln sind im Ganzen recht „glibberig"; darum schneidet man die Frucht am besten längs in zwei Hälften und spießt diese auf einem Ast auf. Allein schon wegen ihres interessanten, vielfarbigen Aussehens wird die Kiwano meist sofort inspiziert und angenommen. Nach meinen persönlichen Erfahrungen ist sie besonders bei neuseeländischen Laufsittichen (Cyanoramphus spp.), aber auch bei südamerikanischen Schmalschnabelsittichen (Brotogeris spp.) oder Weißbauchpapageien (Pionites spp.) sehr beliebt. Auch bei dieser Frucht bietet es sich an, das Fruchtfleisch als Beigabe bei der Loribreizubereitung zu verwenden.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Zum Verfüttern sollte man relativ harte Früchte verwenden - die weichen, völlig ausgereiften sind etwas schwierig zu verarbeiten. Die Kiwi wird geschält und das Fruchtfleisch in kleine Stücke geschnitten und gemeinsam mit anderen Früchten zu einem „Obstsalat" verarbeitet. Durch ihre extreme Süße ist es von Vorteil, die Kiwis gemeinsam mit etwas säuerlichen Fruchtsorten zu reichen, um somit das Aroma - sowohl der süßen als auch der sauren Früchte - ein wenig abzumildern. Mit diesem „Trick" nehmen „Kiwi-Fanatiker" wie etwa Amazonen (Amazona spp.) oder Springsittiche (Cyanoramphus auriceps) auch die sauren Bestandteile der Mischung mit auf. Man kann die Kiwi auch in zwei Hälften geteilt und an Ästen aufgespießt anbieten.
Kiwis enthalten die Enzyme Actinidin und Bro-melin, die in Verbindung mit Luft aktiv werden und als „Zartmacher" gelten. Deshalb sollten Kiwis dem Obstsalat erst zum Schluss beigefügt werden, da die anderen Früchte sonst zu schnell weich werden.
Text+Bild: Arndt-Verlag
     
 
Mangos

Honig- oder Zuckermelone und Wassermelonen
 
Kumquat
Der große Kern der Mango lässt sich nicht vom Fruchtfleisch lösen. Deshalb schneidet man am besten, nachdem man die Frucht geschält hat, von außen um den Kern herum das Fruchtfleisch in Scheiben ab, die dann, wiederum in kleine Stückchen geschnitten, den Papageien zusammen mit anderem Obst oder aber separat in einem Futternapf gereicht werden können. Halbiert - der Kern wird herausgeschnitten - an einem Ast aufgespießt, finden die Vögel die Frucht meist noch interessanter und fangen sogleich an, sie zu „bearbeiten". Große Papageien wie Aras (Ära spp., Anodorhynchus spp.) oder Palmkakadus (Probosciger aterrimus) kann man auch einen ganzen Mangostein geben, der dann mit Genuss bearbeitet wird.
Da die Mango mit zunehmendem Reifegrad immer süßer und saftiger wird, ist sie - zur richtigen Zeit gereicht - sicher ein willkommener Leckerbissen für nahezu alle Papageienarten. Zudem verströmt ihr intensives Aroma einen Hauch von Exotik in den Volieren.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Reife Zuckermelonen können, gut abgewaschen, zu zwei Hälften aufgeschnitten und an einem Sitzast „aufgespießt" angeboten werden. Die Verarbeitung zu Obstsalat ist natürlich auch möglich, wenn auch etwas mühselig. Wegen ihres hohen Ölgehaltes sollten die Samen nur gelegentlich verfüttert werden; in der Regel werden diese von den Papageien auch nicht gerne angenommen. Auf Grund ihrer saftigen Süße sind die Honigmelonen eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan fast aller Papageien, Sittiche und Loris. Die nahe verwandten Wassermelonen spielen eine untergeordnete Rolle bei der Fütterung unserer Psittaziden; wegen ihres wässrigen und wenig aromatischen Geschmacks werden sie nur von wenigen Vögeln gerne genommen. Dennoch finden sich unter nahezu allen Papageiengattungen Liebhaber der sommerlich-frischen Früchte; an heißen Sommertagen steigt die Akzeptanz mitunter beträchtlich. In Gegenden mit mildem Klima kann der Versuch unternommen werden, die sehr Wärme liebenden Pflanzen anzubauen. Zu diesem Zweck können die gereinigten, getrockneten Samen luftdicht verpackt bis zu zwölf Monaten aufgehoben werden, ohne dabei ihre Keimfähigkeit zu verlieren.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Das in vier bis sieben Segmente unterteilte Fruchtfleisch der Kumquat ist nicht besonders saftig und hat eine herb-säuerliche Note, Die Schale hingegen schmeckt süß und strömt einen angenehmen Duft aus. Daher sollte die Goldorange nur im Ganzen an die Psittaziden verfüttert werden, aufgeschnitten wird sie nicht gerne angenommen. Auf Grund ihrer Größe kommt sie somit nur für mittelgroße und große Papageien als Delikatesse in Frage, denn nur diese können sie mit dem Fuß festhalten. Besonders zahme Papageien - vor allem Amazonen -nehmen gerne eine Kumquat aus der Hand des Pflegers. Wenn der Großteil der enthaltenen Flüssigkeit aufgenommen worden ist, wird der Rest meist fallen gelassen. Obwohl die Früchte unbehandelt in den Handel kommen, sollten sie vor dem Verfüttern gut abgewaschen werden. Auch von Vögeln, die diese kleine Zitrusfrucht noch nie gefressen haben, wird die Kumquat meist schon beim ersten Versuch akzeptiert.
Text+Bild: Arndt-Verlag
     

Apfelsinen

  Maracuja/Granadilla

 Papaya
Da die meisten Apfelsinen in großen Monokulturen angebaut werden und der Einsatz von Kunstdünger und Chemikalien besonders intensiv ist, müssen sie in jedem Fall sehr gründlich von Schale und Haut befreit werden, bevor man sie -am besten klein geschnitten im „Obstsalat" mit Stücken anderer Früchte vermischt - den Papageien und Sittichen anbietet. Größere Papageien nehmen auch ganze Fruchtsegmente an; zahme Vögel nehmen diese gerne aus der Hand. Süßere Sorten werden meist bevorzugt; am besten wählt man Navel- oder Valencia-Orangen. Meist „lutschen" die Vögel den Saft aus den Früchten, die Haut der Segmente und das ausgedrückte Fruchtfleisch werden fallen gelassen. Nach meinen eigenen Erfahrungen sind besonders afrikanische Graupapageien (Psittacus erithacus) und Langflügelpapageien (Poicephalus spp.) für die süßen Zitrusfrüchte zu begeistern. Der frisch gepresste Saft eignet sich hervorragend zum Beimengen bei der Loribreizubereitung.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Die beiden Varietäten der Maracuja (gelb und violett) sind im Geschmack sehr ähnlich. Da die purpurfarbenen Früchte allerdings ein fruchtiges Aprikosenaroma aufweisen und somit insgesamt etwas aromatischer sind, werden sie von den Papageien den gelben Früchten bevorzugt. Zahmen Großpapageien können halbierte Früchte gereicht werden. Die Krummschnäbel halten sie mit dem Fuß fest und löffeln das leckere, mit zahlreichen Samen durchsetzte geleeartige Fruchtfleisch heraus. Da unreife Passionsfrüchte recht sauer sein können, muss der passende Fütterungszeitpunkt gefunden werden. Man erkennt reife Purpurgranadillas leicht an der verschrumpelten Schale, die keine Druckstellen aufweisen darf. Unreife Früchte hingegen haben eine glatte Schale. Weil die Zugabe von Maracujas das Aroma anderer Früchte aufbessert, kann dies eine Möglichkeit sein, die Papageien an weitere, sonst verschmähte Früchte heranzuführen. Selbst von den schwer an Obst zu gewöhnenden Graupapageien (Psittacus erithacus) wird die Maracuja in der Regel dankbar als Abwechslung im Speiseplan angenommen.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Vor dem Verfüttern sollte die nicht essbare Schale entfernt werden. Dann wird die Frucht halbiert und die zahlreichen schwarzen Kerne entfernt. Die so entstandenen „Boote" werden am besten in kleine Stücke geschnitten; auf Grund ihres recht „glitschigen" Fruchtfleisches eignet sich die halbierte Frucht schlecht zum Aufspießen an einer Sitzstange oder Ähnlichem. Aufgeschnitten entfalten die Früchte ein herrliches Aroma. Zusammen mit anderen tropischen Früchten kann man einen exotischen Fruchtsalat mischen, der besonders von neotropischen Papageien oder Loris begeistert aufgenommen wird. Durch ihren melonenähnlichen Geschmack stellt die Papaya eine willkommene Abwechslung zu den Zuckerund Honigmelonen auf dem Speiseplan der Psittaziden dar. „Papayaliebhabern" unter den Papageien kann zur Abwechslung auch die nah verwandte Babaco (Carica pentagona) angeboten werden. Diese ist hauptsächlich von Oktober bis Dezember auf unseren Märkten erhältlich.
Text+Bild: Arndt-Verlag
     

Tamarinde Foto: Arndt-Verlag
 Bild folgt   

Pepino / Melonenbirne
 
Pfirsiche
Die im tropischen Sommerregengebiet Ostafrikas beheimatete Tamarinde (Tamarindus indica) wird auch „Indische Dattel" genannt, was der Übersetzung des arabischen „tamar-uM-Hind" gleichkommt. Tatsächlich ist ihr Geschmack ähnlich dem einer Dattel. Wie bei der Dattel ist auch bei der Tamarinde der Zuckergehalt mit 30-40 % außerordentlich hoch; die tropische Frucht enthält weiterhin etwa 20 % Fruchtsäuren, verschiedene Mineralstoffe sowie Provitamin A und Vitamine der B-Gruppe. Das bräunliche bis schwarzrötliche Fruchtmark ist etwas klebrig und hat einen stark süß-säuerlichen Geschmack. Tamarinden werden von vielen Papageien den Datteln bevorzugt.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Ihr Geschmack ist eine Mischung aus Melone und Birne. Sie haben einen hohen Zucker- und Vitamin-C-Gehalt und sind sehr saftig. Sie eigenen sich geschält besonders für den Frischverzehr. Konventionell angebaute Pfirsiche und Nektarinen sind meist mit Schadstoffen belastet, weshalb sie vor dem Verzehr gründlich mit heißem und anschließend mit kaltem Wasser abgewaschen werden müssen. Da der Stein wegen der enthaltenen Blausäure auf jeden Fall herausgelöst werden sollte, bevor die Frucht an die Psittaziden verfüttert wird, ist zu empfehlen, beim Einkauf Sorten mit leichter Steinlöslichkeit zu wählen. Sorten mit gelbem Fruchtfleisch werden von den Papageien lieber gefressen als Pfirsiche mit weißem Fruchtfleisch; erstgenannte sind meist ein wenig aromatischer und saftiger. Pfirsiche und Nektarinen sind bei den meisten Papageienarten recht beliebt; Pfirsiche werden ihres fruchtigeren Aromas wegen oft besser angenommen als Nektarinen. Sie dürfen nicht überreif sein. Eine besondere Vorliebe für die saftigen Früchte wurde bei Vögeln der Gattung Brotogeris beobachtet.
Text+Bild: Arndt-Verlag
     
 
Pflaumen/Zwetschgen

Quitten
©schemmi/PIXELIO
Bild folgt  

Nashi
Während die dunkelfrüchtigen Sorten Zwetschge und Pflaume saftiger und weniger süß schmecken, sind die hellfrüchtigen Sorten Mirabelle und Reineclaude in ihrem Aroma fruchtiger und süßer. Entsprechend der individuellen Vorliebe der Papageien kann man also im Angebot variieren. Nach meinen Erfahrungen sind Zwetschge und Pflaume bei afrikanischen Papageien und australischen Sittichen beliebter, während Mirabelle und Reineclaude eher unter südamerikanischen Papageien und Loris ihre Anhänger finden. Durch das Einfrieren werden Pflaumen und Zwetschgen recht wässrig und von den Psittazi-den verschmäht. In jedem Fall ist also anzuraten, frische Ware anzubieten. Beim Einkauf ist es gut, Früchte auszuwählen, die mit einer weißlichen Wachsschicht überzogen sind, welche vor dem Verfüttern entfernt wird. Glänzende Früchte wurden behandelt und müssen sehr gut abgewaschen werden. Die Steine sollten wegen der blausäureähnlichen Inhaltsstoffe vor dem Verfüttern entfernt werden. Auch die „Stammmutter" unserer europäischen Pflaume, die Schlehe, wird von vielen Papageien und Sittichen gerne angenommen.
Text+Bild: Arndt-Verlag
gesund, hart, dient auch zur Beschäftigung. Ohne Samen geben. Die Samen enthalten Schleimstoffe, giftiges Cyanid-Glykosid und fettes Öl. Die Quittenfrucht selber enthält sehr viel Vitamin C, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan und Fluor, Gerbstoffe, Gerbsäure, organische Säuren, sehr viel Pektin und Schleimstoffe.
Die Nashi (Pyrus pyri/olia) wird auch „Japanische Birne" genannt, womit auch bereits ihre Heimat erklärt ist. Sie unterscheidet sich schon allein in der Form deutlich von der europäischen Birne (Pyrus communis); ihr Aussehen gleicht
eher dem eines Apfels. Ihr mildes Aroma und knackiges Fruchtfleisch hebt sie deutlich von den europäischen Birnen ab, weshalb sie auch als „Apfelbirne" bezeichnet wird. Viele Papageien, die gerne Äpfel annehmen, verschmähen dagegen Birnen, nicht zuletzt, weil viele Birnensorten im fortgeschrittenen Reifezustand schnell matschig werden. Die Nashi stellt somit eine willkommene Alternative für solche Vögel dar. Ihre Inhaltsstoffe sind mit denen unserer Birne vergleichbar.
Text: Arndt-Verlag
     
 

Litschi, Longan und Rambutan
Stachelbeere Karambole/Sternfrucht
Während die Longan weniger adstringierend und milder als die Litschi schmeckt, ist die Rambutan etwas süßer und aromatischer als diese. Deswegen werden die beiden exotischen Verwandten von den Papageien oftmals den bekannten Litschis bevorzugt. Der Weg zu einem gut sortierten Fachhändler und das Zahlen eines mitunter hohen Preises zahlt sich also meines Erachtens aus. Sowohl Longan als auch Rambutan wurden von meinen Vögeln, insbesondere Vertretern der Gattungen Pyrrhura, Aratinga und Pionites, ohne Zögern sofort angenommen, während Litschis eher unter Amazonen, Graupapageien oder australischen Plattschweifsittichen Abnehmer finden. Alle drei Arten sollten geschält und entkernt werden, bevor das Fruchtfleisch den Papageien angeboten wird. Sicher werden diese Früchte - allein schon auf Grund ihres hohen Preises und der aufwendigen Verarbeitung - ein nur gelegentlich gereichter Leckerbissen auf dem Speiseplan der Papageien sein, der allerdings von vielen Vögeln gerne und dankbar angenommen wird.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Auf Grund ihres säuerlichen Geschmacks stellen die Stachelbeeren sicher kein bevorzugtes Obst in der Papageienfütterung dar. Dennoch werden sie von einzelnen Individuen sehr gerne angenommen. Leider liegen über die Akzeptanz dieser Früchte bei Papageien kaum Erfahrungen vor. Meine Grünzügelpapageien (Pionites mela-nocephala) nehmen die Beeren mit der gleichen Begeisterung wie alle anderen Obstsorten an. Generell stellen die Stachelbeeren vor allem für Papageien, die süßes Obst meist verschmähen, wie etwa Graupapageien (Psittacus erithacus) oder Langflügelpapageien (Poicephalus spp.), während der Sommermonate eine interessante Abwechslung im Speiseplan dar.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Die quer in Scheiben geschnittenen Sternfrüchte wirken auf die meist recht neugierigen Papageien wegen ihrer außergewöhnlichen Form und ihrer intensiven Gelbfärbung besonders anziehend. So kann man vor allem zahme Papageien, Sittiche oder Loris leicht an die zuvor fremde Frucht heranführen. Die Schale kann mitverfüttert werden. Sehr hell aussehende Früchte werden in der Regel besser angenommen. Die Akzeptanz dieser Frucht ist leider sehr unterschiedlich, da ihr Geschmack sehr stark variieren kann. Von neotropischen Papageien- und Sitticharten und Loris wird sie in aller Regel gerne gefressen.
Text+Bild: Arndt-Verlag
     

Tamarillo/ Baumtomate


Hagebutten

Cherimoya
Unreife Baumtomaten schmecken recht herb, voll-reife, auf Druck leicht nachgebende Früchte dagegen herbsüß-aromatisch. Deshalb sollten nur letztere unseren Papageien angeboten werden. Bevor man die Tamarillo längs in zwei Hälften teilt, wird die bittere Haut entfernt. Das Fruchtfleisch wird vor allem von Nektar fressenden Papageien, zum Beispiel Loris, mit Vorliebe aus den halbierten Früchten „herausgelöffelt". Einen erfrischendtropischen Fruchtsalat, der vor allem bei neotropischen Papageien und Sittichen gut ankommt, kann man aus Baumtomaten, Datteln, Bananen und Birnen mischen. Der Saft der Tamarillo hin-terlässt hartnäckige Flecken, weshalb sie nur an gut zu reinigenden Stellen verfüttert werden sollte.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Die Verfütterung von Hagebutten an Papageien ist weit verbreitet; stellt sie doch eine kostengünstige und einfache Form der Gabe von Früchten dar. Meist können die kleinen roten Früchten von den Rosensträuchern im eigenen Garten gepflückt werden oder man sammelt sie auf Wanderungen. Oftmals werden sie in großen Mengen eingefroren und sind somit zu jeder Jahreszeit verfügbar. Die Hagebutte ist eine der wenigen Früchte, die auch nach der Tiefkühlung in aller Regel noch sehr gerne angenommen werden, da sie ihre Konsistenz durch den Tiefkühlvorgang kaum verändern. Besonders große Liebhaber für die Früchte der Wildrosen finden sich unter den Graupapageien (Psittacus erithacus), den Langflügelpapageien (Poicephalus spp.) und den Amazonen (Amazona spp.). Man kann Hagebutten auch an kleine Vögel im Ganzen verfüttern. Meist werden mit Vorliebe die Samen herausgefressen. Da Hagebutten außerordentlich gehaltvoll sind, sollten sie nur in Maßen angeboten werden.
Text+Bild: Arndt-Verlag
In Größe, Farbe und Form erinnert die Cherimoya ein wenig an einen Apfel, während ihr Aroma an Birnen und Mangos denken lässt. Insofern findet die Cherimoya wohl unter allen Papageiengattungen ihre „Liebhaber". Nach meinen eigenen Erfahrungen wurde die tropische Frucht bislang von keinem Vogel verschmäht. Die Cherimoya wird am besten halbiert angeboten, nachdem man die großen, schwarzen, in das weiche weiße bis cremefarbene Fruchtfleisch eingebetteten Samen entfernt hat. Sie enthalten Alkaloide und sind daher giftig. (Aus den Samen wird ein Insektizid gewonnen.)
Besonders im Winter - wenn die Preise für Cherimoyas meist ein wenig tiefer liegen und den Geldbeutel nicht zu arg belasten - sollten diese Früchte auf dem Speiseplan unserer Papageien stehen, denn sie stellen einen besonderen Leckerbissen dar.
Text+Bild: Arndt-Verlag
     

Eberesche
Bild folgt   

Preiselbeere

Kapstachelbeere
Obwohl diese Beeren aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) im rohen Zustand nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind, stellen sie für unsere Papageien eine willkommene Delikatesse dar. Es gibt kaum eine Papageienart, die die leuchtend hellroten kleinen Beeren nicht mit Begeisterung aufnimmt. Besonders bei Graupapageien (Psittacus erithacus), die oftmals recht schwierig an Früchte zu gewöhnen sind, sind sie sehr beliebt. Vielleicht hat die gute Akzeptanz auch in diesem Fall - wie an anderer Stelle bereits beschrieben - etwas mit der Farbe Rot zu tun. Wegen der fehlenden Bitterstoffe werden die Beeren der Mährischen Eberesche meist von den Psittaziden bevorzugt. Beim Anpflanzen einer Eberesche im eigenen Garten kann dieser Aspekt berücksichtigt werden. Da auch eingefrorene Vogelbeeren von den Papageien gerne angenommen werden, können die Tiere ganzjährig mit diesen Früchten versorgt werden.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Das Hauptvorkommen der in Eurasien beheimateten Preiselbeere (Vaccinium uitis-idaea) liegt in den Wäldern der skandinavischen Länder. Sie ist eine der wenigen Fruchtarten, die ausschließlich an den Plätzen ihres natürlichen Vorkommens gesammelt werden. Der herbsaure Geschmack entsteht durch die zahlreich enthaltenen Säuren, daneben enthalten Preiselbeeren wichtige Mineralstoffe, viel Pektin und Provitamin A sowie Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C. Ihrem hohen Gehalt an Benzoesäure verdanken sie ihre erstaunlich lange Haltbarkeit. Leider liegen über die Akzeptanz der Preiselbeeren bei Papageien bislang keine ausreichenden Erkenntnisse vor.
Text: Arndt-Verlag
Nach dem Entfernen der Hülle werden die Früchte gründlich gewaschen, vor allem um sie von der harzigen Substanz am Stielansatz zu befreien. Die 1,5 bis 3 cm große Frucht kann im Ganzen an die Papageien verfüttert werden. Bedingt durch die im optimalen Reifezustand goldgelbe, ja fast rötliche Farbe wird sie meist spontan angenommen. In ihrem saftig-fleischigen Inneren beherbergt sie eine Vielzahl kleiner Samen, was sie vor allem bei „Körnerspezialisten" wie etwa Kakadus schnell beliebt macht. Für einen zahmen Papagei ist eine Physalis - aus der Hand seines Pflegers genommen - ein willkommener „Zwischendurch-Snack".
Text+Bild: Arndt-Verlag
     

Grapefruit
©Mario Heinemann/PIXELIO

Guave

Johannisbrot
Die Grapefruit (Citrus xparadisi) wurde höchst wahrscheinlich Anfang des 18. Jahrhunderts auf Barbados (Kleine Antillen) als Hybride zwischen der Orange (Citrus sinensis) und der Pampelmuse (Citrus maxima) gezüchtet. Der erste kommerzielle Anbau fand Ende des 19. Jahrhunderts in Florida statt; heute wird sie weltweit in vielen Zitrusanbauländern kultiviert. Grapefruits sind auf unseren Märkten - bedingt durch Importe aus verschiedenen Anbaugebieten - ganzjährig erhältlich. Neben Zucker, organischen Säuren, Mineralstoffen und Vitaminen der B-Gruppe ist vor allem sehr viel Vitamin C in den Zitrusfrüchten enthalten. Grapefruit-Hybriden, die aus Kreuzungen von säurearmen Pampelmusen mit kernhaltigen weißen Grapefruits entstanden sind, wie etwa die Sorten „Oroblanco", „Sweetie" oder „Melogold", schmecken weniger bitter als „echte" Grapefruits und werden bevorzugt von den Papageien angenommen. In einem Obstsalat mit süßen, exotischen Früchten stellt die Zugabe von Grapefruitfleisch vor allem im Sommer eine willkommene, frisch-saure Komponente dar.
Text: Arndt-Verlag
Die Guave (Psidium guajava) ist die Beerenfrucht eines immergrünen kleinen Baumes, der bis zu 10 m Höhe erreicht. Ihr Ursprung wird im tropischen Zentralamerika vermutet. Heute wird die Frucht in nahezu allen tropischen und subtropi-
sehen Gebieten der Erde angebaut. Die dünne, wachsartige Schale wird bei Reife hellgrün oder gelb und gibt auf leichten Fingerdruck nach. In das weiche und saftige Fruchtfleisch sind zahlreiche, scharfkantige und verholzte Kerne eingebettet. Es gibt weiß- und rotfleischige Sorten. Mit einem Anteil von bis zu 900 mg/100 g gehört die Guave zu den Vitamin-C-reichsten Obstarten; weiterhin enthält sie nennenswerte Mengen an Zitronen- und Apfelsäure, Pektinen, Provitamin A, Niazin, Kalium, Phosphor und Eisen. Das bei Vollreife sehr intensiv duftende Fruchtfleisch schmeckt süßsäuerlich-aromatisch und wird vor allem von Loris und Edelpapageien gerne genommen. Kakadus und Aras mögen die Frucht lieber im halbreifen Zustand. Besonders der Samen ist sehr begehrt (Low 2001). Leider sind die Früchte zwar ganzjährig, aber nur sehr sporadisch auf unseren Märkten erhältlich. Guavensaft gilt als einer der aromatischsten Säfte überhaupt und eignet sich daher vorzüglich als Grundlage eines Loribreis der besonderen Art.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Die Kultur des Johannisbrotbaumes (Ceratonia siliqua) ist uralt. Von Palästina und Syrien aus hat sich die Pflanze - zum Teil verwildert - über die gesamte Mittelmeerregion ausgebreitet. Hauptproduzent ist heute Spanien. Nach der Legende dienten die Früchte des Baumes Johannes dem Täufer in der Wüste neben Heuschrecken als Nahrung - daher ihr deutscher Name. Die 10-27 cm langen, an den Rändern verdickten, glänzend braunen und getrockneten Fruchthülsen stellen - zerkleinert in fingernagelgroße Stücke - einen wichtigen Bestandteil bei der Zusammenstellung vieler Samenmischungen für Papageien oder andere Fertigfutterprodukte dar. So wird Johannisbrot von vielen Papageienhaltern und -Züchtern mehr oder weniger „unwissentlich" verfüttert. Nach meinen eigenen Erfahrungen stoßen die Johannisbrotstückchen -im Vergleich zu anderen in Fertigmischungen enthaltenen getrockneten Früchten - auf eine verhältnismäßig hohe Akzeptanz.
Text+Bild: Arndt-Verlag
     

Trockenobst + Gemüse
     
     
     
     




Nüsse
Anmerkungen:
Vorsicht bei Nüssen, die machen fett. Sollten immer nur ein Leckerlie sein.
Seit Jahrhunderten werden Papageien in Menschenobhut gepflegt- leider auch oft "zu Tode". Eine Ursache hierfür sind grobe Ernährungsfehler. Papageien sind bestrebt, in kurzer Zeit möglichst viel Energie aufzunehmen - in der Natur ist das überlebenswichtig.

Käfigvögel haben einen reduzierten Kalorienverbrauch

Im Wohnzimmer sieht die Situation anders aus. Durch die Käfighaltung mit gelegentlichem Freiflug ist der Kalorienverbrauch erheblich reduziert. Bis vor wenigen Jahren ging man davon aus, dass diese wunderschönen Tiere nicht mehr zum Überleben brauchen als Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Wasser und ab und zu ein Stück Apfel.

Nüsse und Kerne haben einen hohen Fettgehalt

Ein ausgewachsener Papagei mittlerer Größe (z.B. Amazone, Graupapagei) braucht bei dieser Haltung ca. 100 Kalorien täglich mit einem Fettgehalt von ca. 7-11 % je Art. 3-4 Erdnüsse und eine kleine Handvoll Sonnenblumenkerne haben ca. 100 Kalorien mit einem Fettgehalt von über 40 %. Der Papagei liebt diese leckeren Sämereien besonders (wie Kinder Pommes und Schokolade) und ist sehr schnell satt.
     

Cashewnüsse
Haselnüsse
Pistazien ©Katzensteiner/PIXELIO
Der bis zu 12 m hohe Cashewbaum (Anacardium ocddentale) bringt eine birnenförmige Frucht -den Cashewapfel - hervor, an dessen Spitze die etwa 2 cm lange, nierenförmige Cashewnuss sitzt. Der Cashewapfel selbst ist nicht versandfähig, wird allerdings in seiner Heimat verzehrt. Cashewkerne werden zu etwa 90 % aus Indien importiert, aber auch aus Brasilien, Indonesien und China. Die süßlich schmeckenden Kerne enthalten neben Kalzium, Phosphor, Kalium und Provitamin A die Vitamine Bj, B2 und E. Die Schale der Cashewnuss ist ungenießbar und hat einen hohen Anteil an giftigen Substanzen. Cashewkerne werden von vielen Papageien gerne angenommen. Man muss allerdings streng darauf achten, dass nur ungesalzene Kerne angeboten werden. Da die Haselnuss einen sehr hohen Fettgehalt aufweist, sollte sie unseren Papageien nur als gelegentlicher Leckerbissen angeboten werden. Großpapageien beschäftigen sich dabei besonders mit dem Knacken der Schale. Dass Nüsse leicht verpilzen, ist allgemein bekannt. Deshalb tut man gut daran, nur beste, frischeste Ware einzukaufen und auf längere Lagerung zu verzichten. Beim Kauf von geschälten Früchten ist darauf zu achten, dass die Nüsse nicht geröstet oder gesalzen sind. In manchen Papageienfutter-mischungen sind Haselnüsse enthalten. Wegen der Gefahr der Überlagerung sollte man nach meinem Dafürhalten auf solches Mischfutter verzichten. Das Stichwort „Beschäftigung" spielt in der artgerechten Papageienhaltung eine maßgebliche Rolle. Insofern ist die Haselnuss (mit Schale) bestens geeignet als kleiner „Zwischendurch-Snack".
Text+Bild: Arndt-Verlag
Pistazien können wie alle Nussfrüchte mit Schimmelpilzen belastet sein, die in den Nüssen giftige Aflatoxine produzieren, welche krebserregend wirken. In der Vergangenheit kam es auf Grund der Belastung von Pistazien mit diesem Gift immer wieder zu Warnungen vor bestimmten Produkten und Einfuhrverboten. Natürlich nur ungeröstete und ungesalzene geben.
     
 Kokosnuss  
Wallnüsse

 Mandeln
©Klaus-Uwe Gerhardt/PIXELIO
Wegen des hohen Fettgehaltes sollte die Kokosnuss nur einen gelegentlichen Leckerbissen darstellen für Großpapageien, zu deren natürlichem Nahrungsrepertoire Palmfrüchte gehören, denn nur von diesen wird sie in aller Regel angenommen. Dazu zählen neben den verschiedenen Ära-Arten vor allem die Palmkakadus (Proboscigeraterrimus). Die die „Nuss" umhüllende Faserschicht lässt sich leicht lösen, wenn die reif geerntete Frucht einige Wochen gelagert wurde. Nachdem mittels zweier mit Hammer und Nagel eingeschlagenen Löcher das Kokoswasser abgelassen wurde, kann die Nuss für 15-30 Minuten bei 180 °C in den Backofen gelegt werden; die Schale bekommt dann Risse und springt in großen Stücken ab. Den Papageien bereitet es besondere Freude, aus größeren Fruchtstücken Teile herauszubeißen. Das Fruchtfleisch kann gut an rostfreien Nägeln aufgespießt werden.
Text+Bild: Arndt-Verlag  
Auf Grund ihres hohen Fettgehaltes (ungefähr 60%) sollten Walnüsse nur gelegentlich als Leckerbissen unseren Papageien angeboten werden. Viele Tiere verschmähen dabei erstaunlicherweise die reinen Walnusskerne, wohingegen sie sich meist gerne Walnusshälften mit Schale anbieten lassen, die sie dann mit Hingabe bearbeiten. Damit ist auch etwas für den Beschäftigungstrieb der Krummschnäbel getan. Zahmen Papageien gibt man die Walnusshälften am besten aus der Hand. Große Ära- oder Kakaduarten können natürlich auch ganze Walnüsse mit Leichtigkeit „knacken". Wegen der potenziellen Verpilzungs-gefahr sollte man nur frische Nüsse anbieten, bei denen die Schalenhälften dicht miteinander verbunden sind. Auf Ware Ungewisser Herkunft ist vorsichtshalber zu verzichten. Auch die nah verwandte, aus den USA stammende Pecannuss (Carya illinoinensis) stellt einen Leckerbissen auf dem Speiseplan der Papageien dar.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Mandeln (Prunus dulcis) gehören zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Als Heimat gelten Vorder- und Zentralasien; heute werden sie überwiegend in den USA sowie im Mittelmeerraum angebaut. Bezüglich ihres Geschmacks und ihrer Akzeptanz bei den Papageien gilt das bei der Macadamianuss Geschriebene. Neben 54 % Fett enthalten Mandeln viel Eiweiß und Kohlenhydrate, aber auch wichtige Mineralstoffe (Kalium, Phosphor, Eisen, Kalzium, Magnesium) sowie die Vitamine B1; B2 und B6. Mandelsorten mit harter Schale werden meist bereits im Erzeugerland aufgeschlagen; es kommen nur die Kerne in den Handel. Krachmandeln (Prunus dulcis var. fragilis) dagegen werden mit Schale exportiert. Sie haben somit einen höheren „Beschäftigungswert" für die Papageien. Während das Hauptgeschäft für Krachmandeln in die Weihnachtszeit fällt, sind Mandelkerne ganzjährig erhältlich.
Text: Arndt-Verlag
     

Macadamia
©Klaus-Uwe Gerhardt/PIXELIO
 
Paranüsse

Pinienkerne
Die Heimat der Macadamianuss (Macadamia ternifolia) liegt im Osten Australiens. Nachdem sie 1882 in Hawaii eingeführt worden war, fand sie von dort aus Verbreitung in vielen tropischen und subtropischen Ländern. Zusammen mit den Mandeln gelten Macadamianüsse als die feinsten und wohlschmeckendsten aller Nussarten, weshalb sie bei allen „Nussliebhabern" unter den Papageien (insbesondere Aras, Amazonen, Graupapageien und Kakadus) besonders beliebt sind. Da sie allerdings zusammen mit der Pecannuss den höchsten Fett- beziehungsweise Ölgehalt (70-80 %) aufweisen, sollten sie nur als gelegentlicher Leckerbissen angeboten werden. Weiterhin enthalten sie Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen, Phosphor sowie Vitamine der B-Gruppe.
Text: Arndt-Verlag
Wegen des natürlichen, hohen Feuchtigkeitsgehaltes (25-30 %) werden Paranüsse nach der Ernte durch ein spezielles Erhitzungsverfahren auf 8-10 % Feuchtigkeit getrocknet. Dennoch sind die Nüsse oftmals mit Aflatoxinen belastet. Papageien sollte also nur allerbeste, frischeste Ware angeboten werden. Auf die Verfütterung von Paranusskernen ohne Schale ist wegen der schlechteren Haltbarkeit besser zu verzichten. Somit steht - wegen der harten Schale - die Paranuss nur für Großpapageien zur Verfütterung zur Verfügung. Wegen des sehr hohen Fettgehaltes ist zu empfehlen, Paranüsse nur als gelegentlichen Leckerbissen in geringen Mengen anzubieten. Zahme Aras oder Kakadus nehmen eine Paranuss gerne aus der Hand des Pflegers.
Text+Bild: Arndt-Verlag
Die Pinie (Pinus pinea) zählt zu den Kieferngewächsen (Pinaceae). Es gibt etwa 90 verschiedene Pinus-Arten; etwa ein Dutzend davon produzieren wiederum essbare Samen. Viele Papageien nehmen Pinienkerne bereitwillig an, vor allem lieben sie es, deren Schale zu öffnen. Besonders von vielen Kakaduarten, insbesondere dem Helmkakadu (Callocephalon flmbriatum) werden sie sehr gerne gefressen.
Text: Arndt-Verlag
     

Pecannüsse

Erdnüsse
 
Pecannüsse haben ihren Urspung in Nordamerika (Texas/Arizona) und gehören zu den Edelnüssen. Sie weisen einen milderen Geschmack als Walnüsse auf und zeichnen sich durch einen hohen Protein- und Vitamin A -Gehalt aus. Sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren und arm an gesättigten Fettsäuren und Natrium und enthalten auch kein Cholesterin Ungeschälte Erdnüsse sind sehr stark mit Pilzsporen behaftet. Weiterhin sind chronische Pilzinfektionen (Aspergillose) der Atemwege bekannt. Oft werden die klinischen Symptome erst sehr spät erkannt. Erste Anzeichen sind übermäßiger Hornwuchs an Schnabel und Krallen, trockene Hautschuppen, ein stumpfes Gefieder mit Fehlfarben, z.B. bei Graupapageien rote Federn im sonst grauen Federkleid, Gewichtsveränderungen und Kurzatmigkeit. Leider ist es in diesem Stadium für eine Behandlung oft schon zu spät.
Bild: Arndt-Verlag